Presse und Medien
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF
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© Peter Förster
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6. März 2008
Zur Tagung »Anlagenbau der Zukunft« am 6. und 7. März 2008 trifft sich die Branche im Magdeburger Maritim Hotel. Rund 200 Spezialisten diskutieren neueste Trends und Perspektiven für den Chemie- und Energieanlagenbau. Im Blickpunkt der Experten stehen die Möglichkeiten des Virtual Engineerings für die Projektierung, Konstruktion, Qualifizierung und den sicheren Anlagenbetrieb.
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- Virtual Reality bietet viele Vorteile für die Projektierung, die Konstruktion und den sicheren Anlagenbetrieb. Hier eine Visualisierung im Elbedom des VDTC des Fraunhofer IFF – möglich ist sogar die Darstellung im Maßstab 1:1. Foto: Dirk Mahler
Die Veranstalter, das Fraunhofer IFF, der FASA e.V., die Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland und ihre Partner VDMA und VCI Nordost verbindet ein gemeinsames Anliegen. Fraunhofer-Institutsleiter Prof. Michael Schenk bringt es auf den Punkt: »Die Wettbewerbsfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus muss erhalten und weiter gestärkt werden. In 18 von 38 Fachzweigen des Maschinen- und Anlagenbaus ist Deutschland Weltmarktführer. Allerdings kann das nur so bleiben, wenn Deutschland auch weiterhin ein attraktiver Standort für Unternehmen ist. Dem muss sich die Wirtschaftspolitik stellen und alles tun, um Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft abzusichern – nur dann wirkt „Made in Germany“ auch in Zukunft als ein weltweit anerkanntes Gütesiegel«.
Für diese Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft ist eine sichere Technologiebasis unerlässlich. Virtual Engineering als Methode und Werkzeug für die Projektierung, Konstruktion, Qualifizierung und den sicheren Anlagenbetrieb ist eine hochmoderne Technologie, ohne die in Zukunft kein Anlagenhersteller oder Anlagenbetreiber mehr auskommen wird. Die Zukunft des deutschen Anlagenbaus sehen die Veranstalter daher in der Nutzung des Virtual Engineerings – bevor und nachdem eine Anlage gebaut wurde. Setzt man das Virtual Engineering bereits in frühen Phasen des Entwicklungsprozesses ein, so sind bemerkenswerte Einsparpotenziale erreichbar. Die Produktionsplanung lässt sich beispielsweise um bis zu 30 Prozent beschleunigen, der Produktionsaufwand um 40 Prozent reduzieren und Investitionskosten bis zu 30 Prozent verringern.
Allerdings müssen Ingenieure auf die Anwendung der neuen Technologien gut vorbereitet sein. Angesichts der Tatsache, dass an den Universitäten die Zahl der Studienanfänger in den Ingenieurwissenschaften sinkt, ist die Qualifikation im Virtual Engineering nicht gesichert. Die Attraktivität der Ingenieurstudiengänge muss unbedingt gesteigert werden, indem modernste technische Entwicklungen direkt in die wissenschaftliche Ausbildung einfließen. Mit der Einführung der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge ist eine erste wichtige Voraussetzung dafür geschaffen. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt will ihrerseits einen »Innovations- und Technikbeirat« ins Leben rufen. »Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dürfen keine Chance ungenutzt lassen, jungen Ingenieuren spannende Perspektiven zu bieten und die Innvationskraft von Unternehmen zu stärken«, sagt Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff.
Sachsen-Anhalt hat gute Voraussetzungen, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Das Bundesland gehört zu den traditionsreichen Maschinenbauzentren. Die Anzahl der Beschäftigten in den knapp 200 Unternehmen steigt jährlich um mehr als 12 Prozent. So stark wächst keine andere Branche. Mit einer Exportquote von rund 33 Prozent ist der Maschinen- und Anlagenbau zudem ein wesentlicher Träger der insgesamt sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Sachsen-Anhalt. Mit dem kürzlich von der Fraunhofer-Gesellschaft und der Bundesregierung etablierten Innovationscluster Virtual Development, Engineering and Training (»VIDET«) für die regionale Großgeräte- und Anlagenbauindustrie soll das bereits vorhandene Wirtschaftspotenzial weiter ausgebaut, neue Produktideen gefördert sowie Arbeitsplätze gesichert werden. Dazu laufen an dem Forschungsinstitut bereits 11 Projekte mit 8 Industriepartnern. Die Wissenschaftseinrichtungen, insbesondere die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeiten eng mit dem Ende 2006 eröffneten Virtual Development and Training Centre des Fraunhofer IFF zusammen. Seit mehr als 10 Jahren bauen die Partner gemeinsam in bemerkenswerten Industrieprojekten fundierte Kompetenzen in diesem Fachgebiet auf.

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